Archiv für Juli, 2011

Chronik der Freiwillige Feuerwehr Zielitz

Geschrieben in Chroniken am Juli 24th, 2011 von G.Riebau – Keine Kommentare

Es ist bekannt, dass unsere Freiwillige Feuerwehr Zielitz im Jahre 1927 von 23 Einwohnern gegründet wurde. Aber bereits vorher hat eine Pflichtfeuerwehr in Zielitz bestanden, ihr erster nachweislicher Einsatz erfolgte am 10.Mai 1910 bei einem Brand der Wehrmühle (Loitsche).

Im Jahre 1925/26 war für Zielitz als Feuerlöscheinrichtung „Freiwillige Pflichtwehr Handdruckspritze Brandmeister: Heinrich Voigt, Kaufmann“ verzeichnet.

In der Zeitung von 1929 ist über die Freiwillige Feuerwehr Zielitz folgender Artikel zu finden: „Zielitz 2.Februar Freiwillige Feuerwehr: Unser Ort erhält nun auch seine eigene Feuerwehr. 23 Einwohner haben sich freiwillig und unentgeltlich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Es ist mit Freuden zu begrüßen, daß die Gemeinde für ihre 100 Jahre alte Feuerspritze nunmehr eine moderne kleine Motorspritze erhält, wohl als erste ländliche Gemeinde des Kreises.“

Im Laufe der Jahre wurde die Freiwillige Feuerwehr zu einem festen Bestandteil des Ortes.

Walter Raubaum gründete 1959 eine Schalmeienkapelle deren Mitglieder ein Jahr später geschlossen der Freiwilligen Feuerwehr beitraten. Bereits im Jahre 1961 stellte die Schalmeienkapelle ihre Qualität unter Beweis und belegte in einem Wettbewerb den 1.Platz.

Mit einem großen Fest wurde vom 2.Juli bis 4.Juli 1999 das neue Gerätehaus in Zielitz der Freiwilligen Feuerwehr übergeben. Heute ist die Freiwillige Feuerwehr Zielitz eine moderne und gut ausgerüstete Wehr.

 

Ein Zielitzer in der türkischen Armee (1914-1918)

Geschrieben in Geschichtliche Ereignisse am Juli 24th, 2011 von G.Riebau – Keine Kommentare

Am 16.November 1915 stand im Allgemeinen Anzeiger folgende Meldung:

Zielitz Die Rettungsmedaille am Bande wurde dem von hier gehbürtigen Kaiserl. Ottomanischen Leutnant Herrn G. Moritz von Sr. Maj. Dem Kaiser verliehen. M. hatte im vorigen Jahre einen jungen Oesterreicher vorm sicheren Tode des Ertrinkens aus der Moritza in Adrianopel unter eigener Lebensgefahr gerettet. Von Sr. Mj. Dem Sultan erhielt M. jetzt den türkischen, neu gestifteten Kriegsorden, den „Eisernen Halbmond“ verliehen. Wir beglückwünschen unseren lieben Landsmann zu den Auszeichnungen und wünschen von ganzem Herzen, dass er dieselben recht lange tragen möge.“

Gustav Moritz diente als Offizier von 1914 bis zum Ende des I. Weltkrieges 1918 in der türkischen Armee. Nach dem Krieg war er Mühlenbesitzer (Motor) in Zielitz.

 

Louis Ferdinand Prinz von Preußen Besitzer des Gutes Schricke

Geschrieben in Chroniken, Geschichtliche Ereignisse am Juli 24th, 2011 von G.Riebau – Keine Kommentare

<strong>Louis, Ferdinand, Prinz von Preußen (eigentlich Friedrich Ludwig Christian) wurde am 18.11.1772 in Friedrichsfelde bei Berlin als fünftes Kind des Prinzen August Ferdinand von Preußen (des jüngsten Bruders Friedrich des Großen) geboren, gefallen 10.Oktober 1806 bei Saalfeld (Wölsdorf). Der Prinz wurde allgemein Louis gerufen und als wenig später ein Nachkomme des Kronprinzen den Namen Louis erhielt, wurde der Prinz, um Verwechslungen zu vermeiden, Louis Ferdinand genannt.</strong>

Von Friedrich dem Großen wird gesagt er habe seinen Neffen wegen seiner Schlagfertigkeit besonders geliebt. Durch Hauslehrer bekam er eine vielseitige Ausbildung und schon früh zeigte sich seine musikalische Begabung. Im März 1789 trat Louis Ferdinand in den Militärdienst ein. Im Krieg 1792-1794 (Koalitionskrieg) gegen Frankreich zeichnete er sich durch Tapferkeit und Edelmut aus, was seine Volkstümlichkeit begründete. Bei der Erstürmung einer Schanze wurde er verwundet. Für seinen Mut wurde er vom König zum Generalmajor ernannt.

Am 23.Februar 1795 wurde der Prinz zum Chef des Infanterieregiments in Magdeburg ernannt. Durch seinen Lebenswandel irritierte und brüskierte er häufig den preußischen Hof, so dass er möglichst weit von Berlin wohnen sollte. Außerdem war er durch seinen Onkel zum Domprobst von Magdeburg ernannt worden. Er widmete sich neben der Kriegswissenschaft und Philosophie besonders der Musik. Im Jahre 1796 kam es in Berlin zu der ersten Begegnung mit Beethoven. Dieser erteilte ihm das Lob, dass sein Spiel „ gar nicht königlich oder prinzlich, sondern das eines tüchtigen Klavierspielers sei“.